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*08.05.1919 in Rye, USA, gestorben am 11.05.1973
Beruf: Künstler - Schauspieler
"Selbst über 20 Jahre nach seinem Tod bekamen seine Filmkollegen allein bei der Nennung seines Namens noch immer leuchtende Augen: Der Mr. Old Shatterhand des deutschen Films war und ist ein Idol, ein liebenswerter Mensch, ein Vorbild, ein ganzer Kerl, eine Kultfigur."
(aus "Lex Barker" von Arild Rafalzik und Fritz Tauber)
Lex Barker in Kinder und Jugendzeit...
Lex Barker wird am 8. Mai 1919 in Rye im US-Bundesstaat New York als zweites und letztes Kind unter dem richtigen Namen Alexander Crichlow Barker jr. geboren. Seine berühmten Vorfahren, die sich bis zur Landung der Pilgerväter und zum englischen Adel bis zum Jahr 1044 zurückverfolgen lassen, stammen aus Kanada, England und Holland. Lex ist direkter Nachfahre von Roger Williams, Gründer der Kolonie Rhode Island und von Sir Henry Crichlow, ehemals General-Gouverneur von Barbados. Er besucht das Internat, die renomierte Philips-Exeter-Academy und beginnt danach ein Ingenieurstudium in Princeton. Sein Vater besitzt eine Baufirma und hat die Hoffnung, dass sein Sohn eines Tages die Firma übernehmen wird. Alexander wächst auf dem Land auf und entdeckt schon früh seine Leidenschaft für das Farmleben und für Pferde. Dabei geht es auch manches mal ziemlich rauh zu. Sein Vater bringt ihm mit zwei Jahren das Schwimmen bei, in dem er ihn einfach ins Wasser wirft, mit drei Jahren setzt er ihn aufs Pferd und er lernt reiten. Schon früh weckt sein Vater bei Ausritten auf der Farm sein Interesse an der amerikanischen Geschichte. So entdecken sie die Überbleibsel eines Planwagens aus der Pionierzeit, der von Indianern überfallen worden war. Sichtlich beeindruckt beginnt er, das Gebiet der Faraway-Farm nach geschichtlichen Funden abzusuchen und sammelt indianische Pfeilspitzen und Tomahawks. Bei seiner großen Leidenschaft für das Indianerspielen verbringt er einmal unfreiwillig die Nacht an einen Baum gefesselt während eines starken Unwetters, nachdem seine Freunde vergessen haben ihn zu befreien.
Durch die Geschäfte des Vaters weht ihm schon früh der Wind der weiten Welt um die Nase. Alexander lernt England, Italien, Frankreich und Ägypten kennen. Lex liebt den Sport und ist schnell der Star des schuleigenen Football-Teams. Es hagelt Medaillen und Urkunden, die von seinen sportlichen Leistung eindrucksvoll Zeugnis ablegen. Aber auch dem Fechten, Segeln, dem Hockey und Tennis hat er sich verschrieben. Seine Leidenschaft für das Schwimmen kommt ihm außerdem später bei seiner Tarzan-Rolle zu gute. Seine Begeisterung für Filme entdeckt er als fünfjähriger während einer Kinovorführung in Paris, als der Stummfilm "Ben Hur" gezeigt wird.
Schauspielleidenschaften
Während seiner College-Zeit lernt er das Theaterspielen kennen und lieben. Schon im Alter von 14 Jahren besucht er nebenbei eine Schauspielschule und 1936 kommt er zum ersten Mal mit dem Theater in Berührung. Da er bei Frauen durch seine Größe, sein gutes Aussehen, seine Sportlichkeit und seinen Charme sehr gut ankommt, hat er gute Vorraussetzungen schnell ein Liebling des Publikums zu werden. Vorher aber betätigt er sich beim Theater allerdings nur als Beleuchter, Kulissenschieber und Regie-Assistent. Es kommt zu erheblichen familiären Spannungen, als er seinem Vater eröffnet, dass er Schauspieler werden möchte. Sein Vater setzt allerdings durch, dass er sein Studium weiterführt. Aber der Weg zum Ruhm ist hart und steinig. Der große Durchbruch kommt nicht und so arbeitet Lex zwischendurch in der familieneigenen Firma. Sein Vater räumt ihm keinerlei Sonderrechte ein. Es hat eher Nachteile, der Sohn des Chefs zu sein und als unter den Arbeitern herauskommt, dass er einen erfolglosen Versuch als Schauspieler unternommen hat, ergießen sich Hohn und Spott über ihn. Lex arbeitet hart. Von sieben Uhr früh bis fünf Uhr abends auf dem Bau bis um 19 Uhr die Abendschule beginnt, in der er sein in Princeton abgebrochenes Ingenieurstudium fortsetzt.
Sein Vater beginnt langsam, die Leistungen seines Sohnes anzuerkennen und er gibt ihm eine bessere Tätigkeit indem er ihn auf kleine Geschäftsreisen schickt. Hier kommt ein Charakterzug von Lex zum Vorschein, den er sein Leben lang beibehält und der auf seine entbehrungsreiche Zeit beim Theater zurückzuführen ist. Er ist unheimlich sprarsam, ja beinahe schon knausrig. Dieses Verhalten widerspricht den Behauptungen der Presse in seinen letzen Lebensjahren, Lex habe das Geld seiner Gagen mit vollen Händen wieder ausgegeben. Lex überlegte sich sehr genau, für was er sein Geld ausgab.
Militärzeit
1941 meldet sich der frischgebackene Ingenieur freiwillig als Soldat. Der 2.Weltkrieg wirft seine Pläne, als freiwilliger nur ein Jahr dienen zu müssen, über den Haufen. Nach der Grundausbildung in Fort Benning (Georgia) besucht er einen Offiziers-Lehrgang. Bereits 1941 ist er Leutnant und gehört zu den zehn besten Absolventen des Lehrganges. Lex kämpft in England, in Algier in Nordafrika und in Italien. Dort handelt er sich aufgrund eines Streifschusses eine schwere Kopfverletzung ein. Die Silberplatte, mit der das Loch neben der Schläfe zugemacht wird, trägt er bis an sein Lebensende. Kurz vor Kriegsende wird er bei Anzio erneut schwer am Bein verwundet. Für ihn ist der Krieg beendet. Er wird zurück nach Amerika transportiert und nach seiner Entlassung aus dem Armee-Krankenhaus in Arkansas mit dem "Silver Star" , "Bronze Star" und Verwundetenabzeichen als jüngster Major der Armee hochdekoriert.
Wieder versucht er sich danach als Schauspieler und erhält 1945 nach erfolgreichen Probeaufnahmen einen Einjahresvertrag von der 20th Century Fox. Ebenfalls im gleichen Jahr durfte er in dem Film Doll Face eine kleine Nebenrolle spielen. Zehn weitere Filme unterschiedlichen Genres folgen.
Doch keine seiner bisherigen Rollen können ihm zum Durchbruch verhelfen. Lex hat ein entscheidendes Problem: sein Aussehen. Um an der Seite von großen Stars in Nebenrollen aufzutreten ist er zu groß und sieht zu gut aus. 1948 kommt der Zufall Lex Barker zur Hilfe. Sol Lesser, der für die RKO die Tarzan-Filme produziert, hat sich mit seinem Star Johnny Weissmüller zerstritten, weil dieser an den Einnahmen künftiger Filme beteiligt werden will. Da Lesser nicht mit sich reden läßt, nimmt Weissmüller nach sechszehn Jahren und zwölf Tarzan-Filmen Abschied von Edgar Rice Burroughs Dschungelhelden.
Sol Lesser ist gezwungen, sich nach einem neuen Tarzan umzusehen, der sich gegen seinen legendären Alt-Star behaupten kann. Regisseur Lee Sholem ist schon der Verzweiflung nahe als nach Monaten des erfolglosen Suchens Lex Barker bei ihm auftaucht, der sowohl den notwendigen Körperbau, wie auch das notwendige schauspielerische Können mitbringt. Sholem ist begeistert und engagiert ihn nach einem kurzen Telefonat mit Sol Lesser sofort für die Hauptrolle in "Tarzan's Magic Fountain" (Tarzan und das blaue Tal). Mit seiner Darstellung kommt er der literarischen Vorlage von Edgar Rice Burroughs näher als Weissmüller und die Presse berichtet durchweg positiv. Barker dreht noch vier weitere Tarzan-Filme, wird der Rolle aber wegen der unzureichenden schauspielerischen Herausforderungen allmählich überdrüssig. Besonders störend empfindet er den geringen Sprachschatz des Dschungelhelden. Barker möchte als ernstzunehmender Schauspieler verstanden werden, da stört das Dschungelklischee um den weiß-afrikanischen Urwaldmenschen.
Barker sieht nicht nur hervorragend aus, er kann auch mit einer guten Bildung glänzen. Er liebt orchestrale, klassische Musik, klassische Literatur und spricht 5 Sprachen. Das Französische und Italienische spricht er gar wie seine Muttersprache. Das kommt ihm besonders in den zahlreichen italienischen Produktionen zu Gute, die im Mutterland nicht synchronisiert werden müssen. Mit seinem Sohn Christopher wird er sich später meist in französischer Sprache unterhalten.
Nachdem er den Lendenschurz 1953 an den Nagel hängt, beginnt er in vielen Abenteuerfilmen, Western und und Krimis zu spielem. Die meisten jedoch gehören eher zur zweiten Garnitur. Drei Western, zwei davon aus dem Jahr 1957 sind besonders erwähnenswert: In seiner ersten Hauptrolle außerhalb eines Tarzan Films, in "Battles of Chief Pontiac", zeigt man den amerikanischen Indianer aus sehr realistischer Sicht. Der Film floppt jedoch. Es mutet ironisch an, das ausgerechnet die Darstellung eines Trappers wie in diesem Film ihm 10 Jahre danach den größten Erfolg seiner europäischen Filmkarriere verschafft. In "War Drums" übernimmt er die Hauptrolle des historischen Apachen-Häuptlings Mangas Coloradas, der im Film an der Seite seines weißen Freundes Luke Fargo (Ben Johnson) die Jagdgründe der Apachen gegen bleichgesichtige Landräuber verteidigen muß. Dazu schreibt Joe Hembus in seinem Western-Lexikon: "Lex Barker in der Rolle von Pierre Brice mit Ben Johnson als Old Shatterhand Figur." Kurz darauf spielte Lex Barker in der Cooper-Verfilmung The Deerslayer*) den literarischen Shatterhand-Vorläufer Natty Bumppo. Gekleidet in einen braunen Jagdrock, ein langes Messer an der Hüfte, die Büchse in der Rechten, sieht er darin fast genauso aus wie später als Old Shatterhand. Eine liebevolle, nicht langweilige Verfilmung, die sich sehr am literarischen Vorbild orientiert. Horst Wendlandt gesteht später, dass Lex Barker ihm aus dieser Lederstrumpf-Verfilmung in Erinnerung war, als er die Besetzung des Old Shatterhands vornehmen musste.
Nachdem er 1953 zwei Abenteuerfilme in Italien gedreht hat, siedelt er 1958 für längere Zeit nach Cinecitta über, um dort und in Spanien in Filmen wie Il figlio del corsaro rosso (Die Vergeltung des roten Korsaren, 1958), Il cavaliere dai cento volti (Die Rache des roten Ritters, 1960), Robin Hood e i pirati (Robin Hood und die Piraten, 1960) und Il segreto dello sparviero nero (Der schwarze Brigant, 1961) allerlei Abenteuerliches zu vollbringen. Das war ein Weg, den viele Hollywood-Schauspieler einschlugen, die in ihrer Heimat nicht so recht zum Zuge kommen, so auch Barkers Tarzan Nachfolger Gordon Scott.
1958/59 tritt er in einem Film auf, der künstlerisch viel Beachtung findet. Er wirkt in Frederico Fellinis "La dolce vita" (Das süße Leben) auf, in dem er den Ehemann einer Hollywood-Diva, dargestellt von Anita Ekberg spielt. Der Film ist insofern bemerkenswert, da er den höchsten künstlerischen Anspruch von allen Filmen hat, in denen Barker mitwirkt. Der Film hält auch eine ironische Facette bereit, denn Barker spielt einen nun erfolglosen, alkoholsüchtigen Ex-Tarzan Darsteller. In Rom lernt der Schauspieler auf einer Party von James Mason Artur Brauner kennen. "Herr Brauner, ich würde gerne in Deutschland filmen. Und wissen Sie auch warum? Einfach, weil ich die Deutschen mag! (...) "Was für eine Rolle?" fragt Brauner. "Eine Tragende" Lex Barker grinst. "Ich habe Anita Ekberg tragen müssen. Auf meinen Armen, ich habe jetzt noch Muskelkater!" Für ihn spielt er den FBI-Agenten Joe Como in den beiden 1961 entstandenen Gruselkrimis "Im Stahlnetz des Dr. Mabuse" und "Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse". Brauner wollte seine Serie um den Superverbrecher Dr. Mabuse damit auch für den internationalen Markt interessant machen. Dann übernahm Barker die Titelrolle in der von Rudolf Jugert inszenierten Medizinschnulze Frauenarzt Dr. Sibelius (1962, Filmpartnerin Senta Berger), mit der Brauner die abebbende Arztfilmwelle noch einmal aufzupeppeln hoffte.
Da Lex in Deutschland gut ankommt engagiert ihn Horst Wendlandt als Old Shatterhand für seinen ersten Karl May Film "Der Schatz im Silbersee". Mit Old Shatterhand kommt die Rolle, die Barker zumindest im deutschsprachigen Raum unsterblichen Filmruhm einbringen sollte. Dazu wäre es fast nicht gekommen, denn Barker ist zunächst nicht sehr erbaut von dem Gedanken, schon wieder in einem Western aufzutreten, hat er doch Hollywood gerade erst den Rücken gekehrt. Außerdem traut Lex den Europäern nicht zu, gute Western machen zu können: "In Hollywood haben die dafür Spezialisten, die können das dort viel besser!" Seine damalige dritte Ehefrau, die Schweizerin Irene Labhardt, die er 1959 heiratet weiß allerdings um die Bedeutung dieser Rolle und die Beliebtheit Karl Mays in Deutschland besser einzuschätzen und überredet ihn, Wendlandts Angebot anzunehmen. Lex verlebt mit seiner dritten Ehefrau die schönste Zeit seines Lebens. In der Schweiz kann er sich ausgiebig einem seiner Hobbys, dem Skisport zuwenden.
Produzent Artur Brauner: "Ich habe den Lex Barker nach Deutschland geholt!"
Barker war genau der richtige. Wie auch Winnetou Pierre Brice ist ihm die Rolle des Shatterhand auf den Leib geschrieben. Obwohl mit seinen 43 Jahren eigentlich nicht mehr der jüngste für die Rolle, geht man vom literarischen Vorbild aus, reitet, schießt und kämpft sich in die Herzen der Kinogänger. Das Publikum ist begeistert. Die Erfolge der Streifen wird später eine weitere Filmwelle gebären: Ohne den enormen Erfolg der Karl May Filmwestern, so erinnert sich Sergio Leone später, hätte er niemals seine populären Italo-Western gedreht. Leone ist auch einmal Gast am Set eines Karl-May-Streifens und holt sich dort Anregungen für seine späteren, eigenen Inszenierungen. Lex Barker ist jedoch kein Charakterdarsteller. Er spielt sich selbst. Seine schauspielerischen Grenzen erreicht er deutlich in dem Film "La dolce vita". Auch in Winnetou III zeigt es sich. Während Brice die Sterbeszene mit Bravour meistern kann, wirkt die Darstellung des Old Shatterhand in dieser entscheidenden Szene eher hölzern.
In Lex Barker's beruflichem Leben liegen Erfolg und Mißererfolg ständig eng beieinander. Doch auch in seinem Privatleben trifft ihn 1962 ein Schlag, von dem er sich sein ganzes Leben lang nie richtig erholen sollte. Knappe zwei Jahre nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Christopher nimmt sich Irene Labhardt sechsundzwanzigjährig das Leben, als sie erfährt, dass sie unheilbar an Leukämie erkrankt ist. Der Presse wird dieser Vorfall als tragischer Unglücksfall verkauft werden oder es ist zu lesen, dass seine Frau urplötzlich an Herzversagen gestorben ist. Als in den folgenden Wochen der Dreh zu "Winnetou 1.Teil" mit der Sterbeszene von Nscho-tschi alias Marie Versini beginnt, bricht Barker am Set zusammen und bekommt einen Weinkrampf. Nicht selten kommt es vor, dass er auch Jahre später zu weinen beginnt, als er von seiner Irene erzählt. Seine erste wirklich glückliche Beziehung endet für ihn tragisch.
Während einer kurzen Romanze mit der Schauspielerin Heidi Brühl versucht Lex sie zur Heirat zu bewegen. Sie verkauft die Story nach Barker's Tod 1973 an die Bild-Zeitung, wo sie in der Bild-am-Sonntag veröffentlicht wird. Darin beschreibt die Brühl in allen Einzelheiten, wie Barker zu betteln beginnt und sie mit seiner verstorbenen Frau vergleicht. Doch die Blondine empfindet nichts als Freundschaft für den Schauspielerkollegen. "Lex", erklärte ich, "Du kannst nicht ein Leben lang mit einem Geist leben. Irene ist tot und ich bin ein ganz anderer Mensch" Sie beschreibt, wie seine Augen feucht werden. "Heidi ..." Er umarmt sie und fleht: "Bitte heirate mich. Ich werde dir alles geben, was du dir wünscht. Du wirst auch nicht mehr arbeiten müssen. Ich hab'Geld genug." Überall im Haus standen Bilder seiner verstorbenen Frau und dazu die traurigen Augen des kleinen Sohnes. Nein, so wollte die Brühl nicht leben. Diese kleine Episode zeigt den wahren Lex Barker. Alles andere als der Held, wie er ihn als Old Shatterhand oder Tarzan verkörpert. Hinter dem 'Kerl wie ein Baum' steckt ein äußerst sensibler Mensch.
Nach dem Ende der Karl May Filmwelle wird es still um Lex. Zwar hat er sich ein Domnizil in Spanien gebaut, doch er pendelt ruhelos zwischen Europa und Amerika, ständig auf der Suche nach einer neuen Karrierechance. 1966 bekommt er eine große Rolle in einer internationalen Big-Budget-Produktion Grand Prix (Regie: John Frankenheimer). Unglücklicherweise setzt ihn eine Virus-Infektion außer Gefecht und er muß sich im Krankenhaus therapieren lassen. Ein Jahr später wirkt er in einer internationalen Produktion unter großer amerikanischer Beteiligung mit. In der siebenteiligenden Comedy-Serie "Women Times Seven" (1967, Regie: Vittorio de Sica), ist Lex neben internationalen Starbesetzung neben Shirley MacLaine, Peter Sellers, Elsa Martinelli, und Michael Caine zu sehen. Lex?s Episode heißt "The Super Simone", Lex spielt darin einen alternden Romanschriftsteller. Die Rolle ist ein großer Kontrast zu seinen bisheririgen Darstellungen. Trotz seines europäischen Erfolgs, werden ihm keine Rollen in U.S. Produktionen mehr angeboten.
1970 beginnen seine Fans zu befürchten, dass er sich ganz aus dem Filmgeschäft zurückzieht. Lex wohnt zu dieser Zeit in seinem Haus an der Costa Brava in Spanien und bekommt dort einige Angebote für Filme in denen entweder Gewalt oder Sex dominiert. Er lehnt alle diese Angebote ab und sehnt sich zurück nach den guten alten Hollywood-Zeiten. Schließlich ist es soweit, dass er sagt er würde alles dafür geben, um wieder in Amerika Leben und Arbeiten zu können. Der Comeback-Versuch in Hollywood gestaltet sich jedoch schwieriger, als er gedacht hat. Zuerst gastiert er in populären TV-Serien wie "The FBI" und "It takes a thief". Er dreht mit Roy Black in Thailand die Schlagerschnulze "Wenn Du bei mir bist". Daneben tritt er im deutschen Fernsehen auf. Er und Ron Ely, der amerikanische TV-Tarzan machen einen Tarzan Sketch. 1973 erinnert sich Hollywood wieder an ihn und plant eine TV-Serie mit ihm in der Hauptrolle.
Seine Kriegsverletzung macht eine neue Operation in den USA nötig. Am 11. Mai 1973, drei Tage nach seinem 54.Geburtstag, erliegt der Schauspieler an der Kreuzung Lexington Avenue/61.Straße in Manhattan einem Herzanfall. Auch ein zufällig anwesender Arzt kann ihm nicht mehr helfen. Im Lenox-Hill-Hospital kann der unbekannte Tote identifiziert werden. Er hat keine Papiere bei sich, eine Gravur auf seiner Armbanduhr gibt den Hinweis auf seine Identität: Alexander C. Barker, Beverly Hills, Cal.
Der Mann, der Old Shatterhand war, der einst Millionen Fans hatte und der sich vor der Einsamkeit so sehr fürchtete, stirbt allein und einsam im Asphalt-Dschungel von Manhattan, welch bittere Ironie."Tarzan starb im Urwald von New York", titelt die Münchner Allgemeine Zeitung.
Die Ehe mit spanischen Schönheitskönigin Maria Carmen Cervera, genannt Tita, steht zum Zeitpunkt seines Todes vor der Scheidung, ist aber noch nicht vollzogen. Tita nimmt die Urne mit der Asche mit sich und bewahrt sie in der gemeinsamen Villa in Spanien auf. Einen respektlosen Nachruf schreibt die Frankfurter Abendpost: "Fünfmal war er verheiratet - er, von dem seine Freunde und Freundinnen sagten, daß er vor allem die Ruhe liebte. Nun hat er sie..."
Auch Barkers Sohn Christopher ist immer bestrebt, den Namen seines Vaters von allem Schmutz reinzuhalten. Das Foto zeigt ihn gemeinsam mit seinem Vater (1965) Jahre später gerät sein Name wieder in die Schlagzeilen, als Cheryl Crane, die Tochter von Lana Turner Lex Barker beschuldigt, sie sexuell mißbraucht zu haben. Die Presse spricht ihn schuldig, obwohl die Geschichte von den meisten Personen, die Lex und Cheryl kannten, bezweifelt wird. Christopher Barker bemüht sich redlich, in der Öffentlichkeit den guten Namen seines Vaters zu erhalten. Er selbst hat große Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Tochter Lana Turners. Viele, die Barker als Mensch zu schätzen gelernt haben behaupten, dass die Tochter von Turner ihre erfundene Story schamlos dazu mißbraucht hat, ihr Buch zu verkaufen. Die Presse saugt die Gerüchte um Barker gierig auf und aus dem liebevollen Familienvater wird schnell ein Kinderschänder.
Christopher behauptet, dass Cheryl schon immer unter Phantasien zu leiden hatte, die durch die krankhafte Eifersucht auf die Männer ihrer Mutter bedingt waren. Diese Eifersucht gipfelte schließlich in dem Mord an Johnny Stompanato. (siehe Site "Lana Turner")
Allen Anfeindungen zum Trotz: Lex Barker ist wie Pierre Brice zu einem Teil der Karl May Legende geworden. Weil die Filme irgendwie zeitlos sind, wird auch Lex Barker dem deutschen Publikum ewig als Old Shatterhand in Erinnerung bleiben und so wird ein Teil von ihm unsterblich, ... danke für die schönen Kinostunden, Mr. Shatterhand!
Quellenangaben:
Rainer Boller- films of the golden age, Tarzan, eine Dschungelkarriere
Michael Petzel - Karl May Filmbuch
Arild Rafalzik - Lex Barker
Jörg Kastner - Das grosse Karl May Buch
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Lex Barker kurzgefasst
bürgerlicher Name: Alexander Chrichlow Barker
geboren: 08. Mai 1919
gestorben: 11. Mai 1973
Körpergröße 1,93 m
Körpergewicht 95 kg
Geschwister: eine Schwester
Beruf des Vaters: Bauunternehmer
Hobbys:
Reiten
Essen und kochen: französische Küche
leidenschaftlicher Whisky-Trinker
Malerei
Rauchen
alte Waffen (Lex war Besitzer einer alten Waffensammlung)
Auszeichnungen
1966, 1967 Bambi in Silber: beliebtester ausländischer Schauspieler
1964 Otto Sieger der Jugendzeitschrift BRAVO (bronze)
Autogramme:
Autogramme von Lex sind hier und da auf Versteigerungen anzutreffen. Oftmals erzielen diese Höchstpreise.
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Das team@biografie.de empfiehlt Ihnen die hervorragend gestaltete Homepage von Thomas Müller, die sich ausführlich den Filmstars in Karl May Filmen und Ihren Werken widmet. Das Bildmaterial und die Illustrationen sprechen für sich und den Autor!
Autor:
Thomas Müller
Email des Autors:
Thomas.Mhad@t-online.de
Homepage des Autors:
http://home.t-online.de/home/thomas.mhad/homepage.htm
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